5. Deutsche Kardiodiagnostik-Tage 2013

Die 5. Deutschen Kardiodiagnostiktage wurden vom 21.2-23.2.2013 zum zweiten Mal in Leipzig als interdisziplinäre Veranstaltung der AG Herz- und Gefäßdiagnostik der deutschen Röntgengesellschaft und der AGs Magnetresonanztomographie und Computertomographie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie durchgeführt und konnten dieses Jahr ihre Teilnehmerzahl erstmalig auf über 500 steigern.

Die Kardiodiagnostiktage verbinden in bisher einzigartiger Weise als überregionale Veranstaltung im deutschsprachigen Raum Fortbildung, wissenschaftliche Vorträge, Arbeiten mit einer Fallsammlung, Live-Demonstrationen und Workshops und richten sich gleichermaßen an in der kardialen Bildgebung bereits erfahrene Experten und Einsteiger in die Thematik.

Der diesjährige Fokus der Veranstaltung lag auf im klinischen Alltag relevanten Themen einschließlich der umfassenden Diagnostik und sich hieraus eröffnender Therapieoptionen unter dem Fokus „Herausforderungen und Grenzen der nicht-invasiven Bildgebung“.

Den Auftakt der Veranstaltung bildeten die am 21.2. im Herzzentrum Leipzig in den Hörsaal übertragene Live-Präsentationen, die nahezu das gesamte Spektrum der derzeitigen diagnostischen und minimalinvasiven therapeutischen Verfahren abdeckten.

Das Angebot reichte von nicht invasiver Diagnostik (beispielsweise CT vor TAVI, MRT zur Vitalitätsdiagnostik) über die invasive Diagnostik (IVUS/OCT) bis zu therapeutischen Interventionen (TAVI, Mitralklappenclipping, ASD-Verschluss und vieles mehr).

Parallel hierzu fanden an diesem Tag Workshops zur Erlangung der Qualifikationsstufe Q1 und Q2 der DRG für CT und MRT statt. An den folgenden Tagen bestand die Gelegenheit, die Fallsammlung der AG Herz- und Gefäßdiagnostik an eigens hierzu bereitgestellten Workstations durchzuarbeiten, so dass Mitglieder der AG im Rahmen der Kardiodiagnostiktage alle Voraussetzungen zum Erlangen das Q1-Zertifikates MRT oder CT erfüllen konnten. Weiterhin konnten im Rahmen der Kardiodiagnostiktage vier Prüfungen für die Qualifikationsstufen 2 und 3 erfolgreich abgenommen werden.

Erfolgreich bestanden haben die Q2-Prüfung:

Frau Dr. med. Anja Reimann, Q2 Herz-CT

Herr PD Dr. med. Karsten Krüger, Q2 Herz-CT

Herr Alexander Schuster, Q2 Herz-MRT

Erfolgreich bestanden hat die Q3-Prüfung:

Frau Dr. med. Katharina Strach, Q3 Herz-CT und Q3 Herz-MRT

Herzlichen Glückwunsch! 

 

An den beiden folgenden Tagen wurden Fortbildungsvorträge sowie wissenschaftliche Vorträge von deutschen, österreichischen und schweizerischen Fachexperten gehalten.

Am Freitag stellte nach der Begrüßung durch die Organisatoren Prof. Dr. med. Holger Thiele und Univ.-Prof. Dr. med Matthias Gutberlet die neu eingeführte „Honorary Lecture“, die Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Dietbert Hahn aus Würzburg, einem der Gründer der AG Herz- und Gefäßdiagnostik, gewidmet war und von seinem ehemaligen Schüler Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Meinrad Beer aus Graz gehalten wurde, den ersten Höhepunkt dar. Herr Prof. Beer führte auf unterhaltsame Weise mit hohem Fachwissen und vielen überraschenden und interessanten Details durch das Thema „20 Jahre nicht-invasive kardiale Bildgebung im deutschsprachigen Raum“.  Der derzeitige Vorsitzende der AG Herz- und Gefäßdiagnostik, Univ.-Prof. Dr. Jörg Barkhausen aus Lübeck, überreichte dem Laureat im Namen der AG ein Präsent passend zu seiner bekannten Jagdleidenschaft.

Ein deutsch-österreichisches Symposium und ein deutsch-schweizerisches Symposium unterstrichen die überregionale Bedeutung der Kardiodiagnostiktage auch für das deutschsprachige Ausland. Unter den vielen Highlights des zweiten und dritten Tages waren weiterhin die Vorstellung der im letzten Jahr publizierten großen Multi- und Singlecenter Studien zur Myokardperfusion mittels MRT und die Vorstellung der aktuellen Empfehlungen und Leitlinien für die kardiale Bildgebung. Neu war hierbei die Vorstellung der Leitlinien für nuklearmedizinische Untersuchungen durch diese Fachdisziplin, die erstmals aktiv in die Veranstaltung eingebunden war.

Am Samstag wurde parallel ein interessantes Programm für MTRA angeboten, das die Grundlagen der kardialen MRT und CT beinhaltete. Am Nachmittag wurde diese Thematik über Falldemonstrationen vermittelt.

Von den 47 akzeptierten wissenschaftlichen Beiträgen wurden die Erstautoren Johannes Schab aus Nürnberg, Holger Hetterich aus München, Dietrich Beitzke aus Wien und Georg Fürnau aus Leipzig jeweils mit einem Preis für die besten Arbeiten ausgezeichnet. Eine großzügige Geldspende des Laureaten Herrn Univ.-Prof. Dietbert Hahn ermöglichte es, zusätzlich zu den Urkunden an jeden Preisträger 250 € auszuschütten.

Die Kardiodiagnostiktage unter der Ägide der AG Herz- und Gefäßdiagnostik und der DGK haben sich zur größten Veranstaltung im deutschsprachigen Raum zum Thema Herzbildgebung entwickelt. Der große Erfolg der diesjährigen Kardiodiagnostiktage mit der hohen Teilnehmerzahl und der Fülle qualitativ hochrangiger Vorträge und Workshops geben den Veranstaltern mit ihrem interdisziplinären Konzept, das sich gleichermaßen an Einsteiger und Experten richtet, uneingeschränkt recht. Die nächsten Kardiodiagnostiktage finden im kommenden Jahr vom 20.-22.02.2014 wiederum in Leipzig statt.

veröffentlicht am Mittwoch, 6. März 2013